Die Weisheit der Dakota-Indianer

In der Politik ist es wie überall: Liebgewordene Gewohnheiten werden beibehalten, ganz nach dem Motto „Haben wir schon immer so gemacht“ oder Meinungen und Entscheidungen selten revidiert und überdacht und den geänderten Gegebenheiten angepaßt. Dabei sollten wir viel öfters nach dem Motto der dakota-Indianer handeln „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ Offensichtlich hat dies ja auch die Bundeskanzlerin in letzter Minute beim Atomausstieg getan. 

„Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“

So schlicht lautet die alte Weisheit der Dakota Indianer. Doch im wirklichen Leben laufen wir – zum Beispiel durch den gewohnten Trott – immer wieder Gefahr wie folgt zu reagieren:

Es wird eine andere Peitsche besorgt.

Ein Arbeitskreis wird gegründet, um das Pferd zu analysieren.

Unterschiedliche tote Pferde werden verglichen.

Eine Task Force wird ins Leben gerufene, um das tote Pferd wiederzubeleben.

Die Mitstreiterinnen und Mitstreiter erhalten Trainingseinheiten, um auf toten Pferden besser reiten zu lernen.

Der Reiter / die Reiterin wird gewechselt.

Eine Beratungsfirma wird engagiert, um das Reiten toter Pferde zu optimieren.

Eine Studie untersucht, ob es nicht billigere BeraterInnen gibt.

Die Kriterien werden geändert, die festlegen, wann ein Pferd tot ist.

Es wird behauptet „so wurde das Pferd schon immer geritten“.

Es werden zusätzliche Mittel locker gemacht, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.

Mehrere tote Pferde werden zusammen gespannt, um mehr Leistung zu erzielen.

Die Leistungsbedingungen für tote Pferde werden überarbeitet.

Die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde werden erhöht.

Es wird erklärt, dass das eigene Pferd tot „besser, schneller und billiger“ ist.

Wir kennen viele weitere Methoden, tote Pferde zu reiten. Wir wissen aber auch von vielen, die die Weisheit der Dakota-Indianer beherzigen …

Advertisements