Gelungene Auftaktveranstaltung für den „Dialog Giesenkirchen“

Eins vorweg: Ich habe nicht damit gerechnet, dass am gestrigen Abend rund 200 Bürgerinnen und Bürger den Weg in das Pädagogische Zentrum finden würden, um mit Verwaltung und externen Planungs- und Ingenieurbüros über die zukünftige Entwicklung Giesenkirchens zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen. Ich glaube, auch die Organisatoren waren ob des großen Zuspruchs positiv überrascht.

Die große Erwartungshaltung, mit der ich das 1. Bürgerforum besucht habe, wurde nicht enttäuscht. Der „Markt der Möglichkeiten“, die Diskussionen und Gespräche während und am Rande der Veranstaltung waren professionell organisiert und zielführend. Viele Gespräche wurden geführt. Ein großes Lob gilt hier insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereiches Stadtentwicklung um Torsten Stamm sowie den Planungsteams um Projektleiter Olaf Kasper.

Inhaltlich gab es wenig Überraschendes: Die Giesenkirchener wünschen sich ihr Freibad zurück und der Konstantinplatz als Giesenkirchener Mittelpunkt wird so nicht akzeptiert, in seinem Umfeld sollen sich wieder Geschäfte zur Nahversorgung ansiedeln. Alles Kritikpunkte die deutlich zeigen, dass hier in den letzten Jahren die ehemalige Ratsmehrheit falsche Weichenstellungen für Giesenkirchen gegeben haben. Ein Zitat von Torsten Stamm finde ich in diesem Zusammenhang so beachtlich, dass ich es an dieser Stelle einmal wiedergeben mölchte: „Ein Ortsteil wie Giesenkirchen ist im Grundsatz fertig gebaut. Zu 95 Prozent.“ Ein schöner Gruß an die Befürworter von „2015“: Im Umkehrschluss heißt dies, große neue Baugebiete sind nicht mehr nötig. Zumal genügend Flächen noch nicht erschlossen sind. Sport und Freizeit, Verkehr, Schule und Bildung waren darüber hinaus weitere Themen, die den Giesenkirchener Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegen.

Es bleibt jetzt abzuwarten, welche Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung noch genannt werden. Gelegenheit dazu haben die Giesenkircherinnen und Giesenkirchener in den nächsten Wochen noch genügend. Das 2. Bürgerforum soll beispielsweise im September/Oktober durchgeführt werden. Vorher gibt es Bürgersprechstunden der Planungsbüros und Anfang August noch Begehungen, zu denen Interessierte eingeladen sind. Allerdings dürfte diese Terminierung mitten in den Schulferien nicht dazu führen, dass allzuviele Bürgerinnen und Bürger teilnehmen.

Die Verwaltung stellt auf der städtischen Homepage kurzfristig nochmals  die „Poster“ des gestrigen Abends zum Herunterladen zur Verfügung. Auch besteht die Möglichkeit, Montags bis Donnerstags in der Bezirksverwaltungsstelle Giesenkirchen diese nochmals eingehend zu studieren.  Auf die Facebook-Gruppe „Dialog Giesenkirchen“ sei an dieser Stelle auch nochmals verwiesen.

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