Giesenkirchener Wilhelm Mahn erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande – Wertvolles ehrenamtliches Engagement wird gewürdigt

Das Personen für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt werden ist gut und richtig. Was wäre unsere Gesellschaft ohne den unermüdlichen Einsatz derjenigen, die ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen ohne dafür auch nur einen Cent zu erhalten?

Nicht nur aus diesem Grund freue ich mich darüber, dass der Bundespräsident innerhalb kürzester Zeit erneut einem Giesenkirchener Mitbürger eine hohe Auszeichnung in Form des Bundesverdienstkreuzes verliehen hat. Auch persönlich, ich kenne Herrn Mahn schon viele Jahre, nicht nur weil er in unmittelbarer Nachbarschaft meiner Eltern mit seiner Ehefrau Marianne wohnt sondern weil ich mit seinem Sohn Thorsten eng befreundet bin, freut mich die Auszeichnung sehr. Unser Oberbürgermeister Norbert Bude hat im Namen von Bundespräsident Wulff am vergangenen Mittwoch die Auszeichnung überreichen dürfen.

Auch wenn der Bund der Vertriebenen und die ihm angeschlossenen Organisationen sicherlich nicht als sozialdemokratische Vorfeldorganisationen bekannt sind, ist deren Arbeit und Aufgabe gerade vor dem Hintergrund der Verbrechen des Zweiten Weltkrieges, dem Leid und Elend, das dadurch über Europa gekommen ist, von großer Wichtigkeit für die Generationen, die diese schreckliche Zeit nur aus den Erzählungen kennen. Aus Gesprächen mit Herrn Mahn weiß ich, dass der in der Begründung angesprochene „Versöhnungsauftrag“ des BdV für ihn nicht nur eine leere Formulierung ist. Über die Mitgliedschaft in der CDU sehen wir dann auch mal drüber weg… 😉

Das gemeinsame Glückwunschschreiben mit Volker Küppers:

Herr
Wilhelm Mahn

Mönchengladbach, 22.07.2011

Sehr geehrter Herr Mahn,

Oberbürgermeister Norbert Bude hat Ihnen im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus Abtei das Verdienstkreuz am Bande überreicht. Dieses wurde Ihnen von Bundespräsident Christian Wulff verliehen. Hierfür sprechen wir Ihnen persönlich, aber auch im Namen der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mönchengladbach-Ost sowie des SPD-Ortsvereins Giesenkirchen die herzlichsten Glückwünsche aus.

Sie, sehr geehrter Herr Mahn, haben sich diese Auszeichnung in besonderen Maße verdient, da Sie seit mehr als 20 Jahren in vielfältiger Weise ungezählte Stunden Ihrer Freizeit im sozialen Sinne für die Pommernsche Landsmannschaft und die Heimatvertriebenen ehrenamtlich zur Verfügung gestellt haben. Dass Sie hierbei stets in ausgleichender und den Nachwuchs fördernder Art und Weise gehandelt haben, zeichnet Ihr idealistisches und mit großem Pflichtgefühl ausgestattetes Wirken im Besonderen aus.

Wir zitieren an dieser Stelle gerne die Worte unseres Oberbürgermeisters Norbert Bude anlässlich einer anderen Verleihung: „Alles Große in der Welt geschieht nur, wenn jemand mehr tut als er muss“.

Für Ihr ehrenamtliches Engagement möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bei Ihnen bedanken. Für die Zukunft wünschen wir Ihnen Gesundheit, Glück sowie Erfolg und Freude bei Ihrer weiteren Arbeit.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Küppers, SPD Fraktionsvorsitzender BV Ost
Oliver Büschgens, Vorsitzender SPD Giesenkirchen

Die Begründungen im Einzelnen:

(pmg.) Wilhelm Mahn der 1944 in Pommern geboren wurde, setzt sich seit vielen Jahren für die Belange von Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Flüchtlingen in Deutschland ein. 1990 trat Mahn der Pommerschen Landsmannschaft, Kreisgruppe Mönchengladbach, bei. 1991 wurde er als Beisitzer in den Vorstand berufen und 1997 in den Landesvorstand der Pommerschen Landsmannschaft der Landesgruppe NRW e.V. Im selben Jahr gründete er zusammen mit einigen Mitstreitern den „Heimatpolitischen Arbeitskreis“, der den Landesvorstand unterstützt. Nach mehreren Jahren als Vorsitzender ist Herr Mahn nunmehr stellvertretender Vorsitzender. Seit 1999 ist er Delegierter der Landesgruppe NRW für die Pommersche Delegiertenversammlung – dem höchsten Organ der Pommern in Deutschland. Er ist als „Mann des Ausgleiches“ bekannt und legt besonderen Wert auf den „Versöhnungsauftrag“ der Landesgruppe. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, den heimatvertriebenen Landsleuten und Spätaussiedlern sowie den deutschen Landsleuten aus Russland und anderen Staaten zu helfen. Seit 1999 ist er Referent für Heimatpolitik. 2007 übernahm er das Amt des Schriftführers im Landesvorstand, das er bis heute inne hat. Seit 2008 ist Mahn Vorsitzender des Bundes der Vertriebenen, Kreisverband Mönchengladbach e.V. In diesem Verband vertritt er die Landsmannschaften und setzt sich für den Erhalt der Heimatstube ein, die sich mit der regionalen Orts- und Kulturgeschichte der ehemaligen deutschen Ostgebiete befasst.

2009 wurde Mahn Vorstandsmitglied der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU des Kreisverbandes Mönchengladbach. Seine tiefe Menschlichkeit und sein herausragender Umgang mit allen Generationen machen ihn zu einem Vorbild für die nachrückende Jugend.

Bei all seinem ehrenamtlichen Engagement zeichnet Herr Mahn sich durch Idealismus und ein für ihn selbstverständliches Pflichtgefühl aus, den heimatvertriebenen Landsleuten und Spätaussiedlern ebenso wie Migranten aus anderen Staaten zu helfen. Sein zeitliches Engagement, das nahezu an eine berufliche Vollzeittätigkeit heranreicht, seine Menschlichkeit, Herzlichkeit und Aufrichtigkeit werden allseits geschätzt. Ein besonderes Anliegen ist ihm, auch junge Menschen einzubeziehen und dafür zu begeistern, sich für die „alte Heimat“ zu begeistern.

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