Landesparteitag der NRWSPD in Mülheim an der Ruhr – Fast so etwas wie ein Familientreffen

Am vergangenen Samstag hatte ich die Gelegenheit, als Delegierter der SPD Mönchengladbach am außerordentlichen Parteitag der nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten in der Heimatstadt unserer Ministerpräsidentin teilzunehmen. Da keine Wahlen zum Landesvorstand anstanden, stand neben den Beratungen über diverse Anträge die Rede der Ministerpräsidentin und Landesvorsitzenden Hannelore Kraft im Mittelpunkt des Parteitages. Aber der Reihe nach…

So ein Landesparteitag ist ja auch irgendwie eine riesige Kontaktbörse. Manch einer behauptet auch, ein solcher Parteitag sei gar ein Familientreffen. Da ist etwas dran. Neben den üblichen Bekannten, die man auf solchen Veranstaltungen immer trifft, habe ich auch viele Genossinnen und Genossen getroffen, mit denen ich vor einigen Jahren verschiedene Weiter- und Fortbildungs von Friedrich-Ebert-Stiftung, Kommunalakademie und Bildungswerk Stenden. Schön, wenn man sich wieder trifft und miteinander quatschen kann.

Wie das aber so auf Parteitagen ist: Am Anfang dominieren die Regularien. Ein Parteitag muss sich konstituieren etc. Eine gute Gelegenheit also, einmal einen Blick in die mitgebrachte Tageszeitung zu werfen. Im Sportteil der größten Mönchengladbacher Tageszeitung fiel der Blick auf ein interessantes Interview, welches unsere Ministerpräsidentin wohl Tags zuvor einem Sportjournalisten dieser Zeitung gegeben hatte.

Dass Hannelore Kraft und ich nicht nur das gleiche Parteibuch haben sondern uns auch die Liebe zur einzig wahren Borussia vom Niederrhein eint, war mir ja schon lange bekannt. Dass sie aber auch gewisse Sympathien für den 1. FC K**n hegt, machte mich doch stutzig. Zum Glück wurde der Sachverhalt schnell aufgeklärt: Die Sympathie kommt daher, da der FC ja ein regelmäßiger sechs-Punkte-Lieferant ist und daher ebenso in die erste Liga gehört wie unsere Borussia. Ich war wieder einigermassen beruhigt…

Mein persönliches Highlight des Landesparteitags war allerdings etwas anderes: Irgendwann nach der rund einstündigen Rede von Hannelorde Kraft, bei der sie auf ein Jahr Regierungsverantwortung in Düsseldorf zurückblickte und neben einem Ausblick auf die kommenden Monate auch deutliche Worte für die Bundesregierung fand, sprach mich ein Landtagskorrespondent der o.g. Zeitung an, wie ich denn die Rede fand und ob Hannelore denn „Kanzlerin könne“. Nachdem ich dem Journalisten meine Einschätzungen in den Block diktiert hatte („Tolle, richtungsweisende Rede“ und „Ja, Hannelore Kraft wäre eine bessere Kanzlerin als die derzeitige“) wurde ich noch nach Name und Beruf gefragt.

Nun, um es kurz zu machen, warum ich in der Berichterstattung nicht zitiert werde, wir waren uns dann doch einig, dass ich bedingt durch meine Tätigkeit als Referent der SPD-Landtagsfraktion nicht der idealtypische „Durchschnittsdelegierte“ sei, der die Basis der Partei repräsentiere. So kam Ozan Atakani aus Viersen zu einem netten Artikel.

Advertisements