Ein Lebenszeichen des Landtagsabgeordneten S. oder: Michael Schroeren kümmert sich um seinen Wahlkreis

Für alle, die es bereits verdrängt oder vergessen hatten: Michael Schroeren ist direkt gewählter CDU-Landtagsabgeordneter und vertritt den südlichen Teil Mönchengladbachs, zu dem unter anderem Giesenkirchen gehört, im Düsseldorfer Landtag.  Herr Schroeren ist derjenige, der Hans-Willi Körfges im letzten Landtagswahlkampf in einer Wahlwerbung auf eine Stufe mit dem ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht („Niemand hat die Absicht…“) gestellt hat.

Besagter CDU-MdL Schroeren hat jetzt in Düsseldorf wieder ein Zeichen seines politischen Wirkens hinterlassen. Dies ist an sich bereits eine Meldung wert, weil er wohl selbst in seiner eigenen Fraktion nicht groß auffällt…

Jedenfalls habe ich heute in meinem Postfach eine bemerkenswerte Kleine Anfrage Drucksache 15/3199 an die Landesregierung gefunden. In dieser stellt Herr Schroeren vier tiefgründige Fragen an den Landesverkehrsminister Harry K. Voigtsberger zur vorgenommenen „Herabstufung der Ortsumgehung Giesenkirchen/Odenkirchen“.

Wir erinnern uns:
Im Januar 2006 verkündete Michael Schroeren den „Durchbruch“ für die Verkehrsentlastung im Mönchengladbacher Osten und Süden. Siehe auch: „Ortsumgehung Ruckes: Naive und realitätsferne Vorschläge…“.

Nun fällt der CDU-Abgeordnete Schroeren mit besagter Kleinen Anfrage auf, mit der er erkennen läßt, dass er der „L19“ auf der Trasse des ehemaligen Lückenschlusses der A44 immer noch hinterhertrauert und aus Bürgerprotesten und Wahlergebnissen entlang der von ihm und seinen Parteifreunden favorisierten Trasse keinerlei politische Konsequenzen gezogen hat.

Interessant an der Anfrage ist auch die vierte Frage – irgendwie suggeriert diese Frage, das Landes- und Kommunalpolitiker nicht mit Ministerialen aus den Landesministerien sprechen dürfen. Was hat dann eigentlich Herr Schroeren in der Vergangenheit gemacht? Auffalend ist auch die Tatsache, dass der Bereich Giesenkirchen/Ruckes von Herrn Schroeren vollkommen ausgeblendet wird.

Anstatt „seiner“ L19 hinterherzuweinen sollte der CDU-Landtagsabgeordente lieber konstruktiv daran mitarbeiten, wie die Verkehrsbelastung im Mönchengladbacher Osten spürbar für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger reduziert werden kann. Seine Haltung, aber auch die seiner Parteifreunde  vor Ort, machte nämlich deutlich, dass Bürgerproteste und -meinungen von der lokalen CDU einfach ignoriert werden. Ähnliches haben wir in Giesenkirchen ja auch im Nachgang zum sogenannten Projekt „Giesenkrichen 2015“ erlebt und dürfen es immer noch erfahren.

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