Ein Kunstrasenspielfeld für Giesenkirchen? Ein Vorschlag!

Seit fast fünf Jahren bestimmt die Debatte die Giesenkirchener Sportlandschaft, ob und wie im Stadtteil Giesenkirchen ein Kunstrasenspielfeld für den ortsansässigen Fußball entstehen kann. Seitens des politischen Mitbewerbers CDU wurden der DJK/VFL Giesenkirchen und dem SV Schelsen gleich zwei solcher Plätze in Form einer brandneuen Bezirkssportanlage auf dem Gelände des ehemaligen Freibadgeländes versprochen. Ein Bürgerbegehren (erfolgreich im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner der Straße Puffkohlen, die keine verdichtete Wohnbebauung auf dem Gelände der jetzigen Bezirkssportanlage wollten) und eine Kommunalwahl (Riesendesaster für die CDU Giesenkirchen) haben – richtigerweise – dazu geführt, dass die Versprechungen der CDU nicht umgesetzt werden konnten. Das „Wieso und Warum“ ist an anderer Stelle genügend erörtert worden und soll hier nicht erneut thematisiert werden.

Politik, Verwaltung und Sportvereine diskutieren derzeit nicht nur im Rahmen des Bürgerforums „Dialog Giesenkirchen“, wie der Wunsch der örtlichen Fußballvereine vor dem Hintergrund eines hochverschuldeten städtischen Haushaltes umgesetzt werden kann. Leider ist dabei ist dabei die starre Haltung einiger Funktionäre (nicht alle!) des größeren Fußballvereins nicht hilfreich. Sie vertreten auch heute noch den Standpunkt, dass der Fußball in Giesenkirchen ein Recht darauf hat, mindestens ein Kunstrasenspielfeld zu bekommen, weil ihnen eben dieses von der CDU versprochen worden sei. Glücklicherweise sind eben diese Funktionäre nicht mehr in der Verantwortung und der aktuelle Vorstand verschließt den Blick nicht vor den Realitäten und Möglichkeiten. Es erscheint erkannt worden zu sein, dass sich auch die Vereine im Rahmen ihrer Möglichkeiten eigeninitiativ beteiligen müssen. Bevor es zu Irritationen kommt: Ich meine nicht pauschal den gesamten Vorstand. Es gab und gibt durchaus aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder, die die Diskussion von Beginn an konstruktiv begleiten bzw. begleitet haben.

Ein Blick über Giesenkirchens Grenzen hinaus zeigt, dass auch gerade kleine Vereine hier interessante Wege gegangen sind oder gerade beschreiten. Aus unserer Stadt sei der SC Mennrath beispielhaft genannt oder ganz aktuell der SuS Schaag im Kreis Viersen. Letzterer hat vor einigen Wochen ein interessantes Projekt gestartet, welches sich sicherlich bei genauer Betrachtung als durchaus Nachahmenswert für den hiesigen Fußball erweisen kann. Die Schaager Fußballer suchen für die Umwandlung ihres alten Tennenplatzes Kunstrasen-Paten, die den Kunstrasen mitfinanzieren. Die Paten können zu einem bestimmten Preis entweder ein Stück des Mittelkreises, im 16-Meter-Raum an den Eckfahnen oder im sonstigen Spielfeldbereich erwerben.

Bevor ich an dieser Stelle das ganze Projekt vorstelle, verweise ich lieber auf die extra eingerichtete Internetseite http://kunstrasen.sus-schaag.de/. Da ich die zweite Vorsitzende des SuS Schaag – Renate Dyck – sehr gut kenne, kann ich bei Interesse sicherlich auch gerne mal einen Gesprächskontakt vermitteln.

Übrigens: Im Falle des Falles übernehme ich gerne eine erste Patenschaft… 😉

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