Ortsumgehung Ruckes: Dichtung und Wahrheit – CDU ist weiterhin für die L19

Die Freiheit der Presse ist in der freiheitlich-demokratischen Bundesrepublik Deutschland ein hohes Gut. Es ist daher auch überhaupt nicht vorstellbar, dass Lokalzeitungen in Wahlkampfzeiten in ihrer Berichterstattung mit einseitigen politischen Aussagen auffallen und ohne jeden Anlass 17 Tage vor der Landtagswahl der örtlichen Ratsmehrheit vorwerfen, kein Interesse an einer verkehrlichen Entlastung im Mönchengladbacher Osten zu haben. Eine absichtsvolle Fehlberichterstattung zu Gunsten einer Partei ist deshalb wenige Tage vor dem Urnengang ein bemerkenswerter Zufall. Wehe dem, der Schlechtes dabei denkt…

Die Behauptung, die „Ortsumgehung Ruckes“ werde nicht weiter vorangetrieben ist falsch! Die Pläne waren zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der Haushaltsberatungen!

Richtig ist:

Nur die SPD setzt sich weiterhin ohne Wenn und Aber für eine Verkehrsberuhigung ein. Entsprechende Planungen und Zusagen für eine L31n lagen vor dem Regierungswechsel 2005 von der damaligen SPD-geführten Landesregierung vor. CDU und FDP haben die weitere Realisierung im Jahr 2006 verhindert und stattdessen die L19 vorangetrieben.

Und was sagen die anderen Parteien?

Nach wie vor wollen die CDU und ihr örtlicher Landtagskandidat eine L19 auf der Trasse des A 44-Lückenschlusses. Die heutige Berichterstattung in der Lokalpresse zeigt dies nochmals sehr deutlich. Diese hilft den Menschen am Ruckes aber nicht weiter. Aus Bürgerprotesten und Wahlergebnissen hat die CDU keinerlei politischen Konsequenzen gezogen. Höhepunkt ist jetzt, dass der CDU-Landtagskandidat, der in dem heutigen Artikel fälschlicherweise noch als Landtagsabgeordneter bezeichnet wird, mit folgendem Satz zitiert wird: „Die Frage ist nur, wer das jetzt noch glaubt, nachdem er schon sieben Jahre in Regierungsverantwortung war und überhaupt nichts passiert ist.“

Dreister die Tatsachen zu verdrehen geht kaum noch.

Richtig ist, dass bis zum Regierungswechsel im Jahre 2005 die SPD-geführte Landesregierung auf Initiative von Hans-Willi Körfges hin die Planungen für eine „L31n“ um Ruckes herum vorangetrieben hat und im Jahr 2006 der damalige Landtagsabgeordnete der damaligen Regierungsmehrheit mit Namen Schroeren den Giesenkirchenerinnen und Giesenkirchenern insbesondere denen an der Straße „Ruckes“ einen Bärendienst erwiesen hat, indem auf seine Initiative hin die Planungen für die Umgehung Ruckes gestoppt und stattdessen die „L19“ auf der Trasse des Lückenschluss der A44 forciert wurde. Wir wären heute bei den Planungen für eine Verkehrsberuhigung Ruckes weiter wenn diese nicht durch die CDU im Düsseldorfer Landtag seinerzeit zurückgestuft bzw. gestoppt worden wären. Nach dem erneuten Regierungswechsel vor zwei Jahren mußten die Planer wieder bei „0“ anfangen, da Rot-Grün den Bürgerprotest entlang der gedachten „L19“ ernst genommen und die Unsinnigkeit der Projektes erkannt hat.

Aber auch Bündnis 90/DIE GRÜNEN und ihr Giesenkirchener Landtagskandidat spielen derzeit eine schwiergige Rolle in der Diskussion. Naive und realitätsferne Vorschläge stattdessen wie eine ausgeschildete Routenführung für Schwerlastverkehr um Giesenkirchen herum zur Erftstraße. Personenkraftwagen können dann immer noch die Straße Ruckes uneingeschränkt nutzen.

Fakt ist: Verkehrsberuhigung für Ruckes gibt es nur mit der SPD. Alles andere ist Stimmungsmache im Landtagswahlkampf!

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