Bauch oder Kopf? Ich entscheide mich für den Kopf!

MitgliedervotumAm Montag hat der Briefträger die Unterlagen zum „verbindlichen Mitgliedervotum“ meiner Partei über die Große Koalition in den Briefkasten geworfen. Ich darf nun mitentscheiden. Es ist eine schwierige Entscheidung. Auch nach der  Veranstaltung meines SPD-Unterbezirks zum Koalitionsvertrag mit Britta Altenkamp MdL, stellvertretende Vorsitzende der NRWSPD, war ich immer noch hin und her gerissen: Ja oder nein? Bauch oder Kopf? Nach langem Hin und Her habe ich mich nun entschieden: Ich entscheide mich mit riesigen Bauchschmerzen für den Kopf!

banner-koavertrag-dataZugegeben: Im Koalitionsvertrag stehen viele Punkte, die eine klare sozialdemokratische Handschrift erkennen lassen. Vieles konnte durchgesetzt werden (siehe „Der Koalitionsvertrag“) – wenn auch nicht zu 100 Prozent im Sinne der SPD -, manche Punkte sind Kompromisse bzw. dort hat sich die Union durchsetzen können. So ist das halt bei Koalitionsverhandlungen zwischen unterschiedlichen politischen Richtungen. Mein Eindruck ist, dass mehr sozialdemokratische Positionen berücksichtigt wurden, als ein Wahlergebnis von 25,7 Prozent vermuten lassen. Trotzdem bin ich aus grundsätzlichen Erwägungen eigentlich gegen das Eintreten meiner Partei in eine Koalition mit der Union.  Warum steht hier. Eigentlich…

Trotzdem werde ich mit „Ja“ stimmen. Zum einen, weil der ausverhandelte Vertrag mir wenig Argumente liefert nicht zuzustimmen. Zum anderen, weil mich die Konsequenzen erahne, die ein „Nein“ der Parteibasis für die SPD, die Parteiführung und die nächsten Wochen und Monate bedeutet.

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