Gedanken zur möglichen Wiedereinführung des „RY“-Kennzeichens

Wappen_RheydtMein Ortsverein Giesenkirchen legt auf dem Unterbezirksparteitag der SPD Mönchengladbach am 13. September 2014 einen Antrag den 120 Delegierten zur Beratung vor, der sich für die Wiedereinführung des sog. Altkennzeichens „RY“ ausspricht. Nun kann und darf man sicherlich geteilter Meinung sein, ob dies notwendig ist oder ob es nicht dringendere Probleme in unserer Stadt gibt. Wie lautet ein Kommentar auf Facebook zu dieser Diskussion? „Es muss auch weniger Wichtiges geben dürfen..!“

Dass die Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen Stadt Rheydt diese Forderung anders beurteilen als jemand aus Alt-Mönchengladbach liegt in der Natur der Sache. Ich stelle aber fest, dass die Debatte in den einschlägigen Foren mit großer Emotionalität von beiden Seiten geführt wird. Für mich persönlich ist das “RY” ist kein Bekenntnis gegen Mönchengladbach sondern für die gemeinsame Geschichte beider Städte.

Aber eine Frage habe ich dann doch: Wenn in den Meinungsäußerungen immer wieder betont wird, das seit 40 Jahren versucht wird, aus Mönchengladbach und Rheydt eine Stadt „zu machen“ – sei es durch Feste oder anderen Aktivitäten – viele aber auch sinngemäß schreiben, dass dies (leider) offensichtlich bis heute noch nicht gelungen ist,  glaubt man dann wirklich, dass die Wiedereinführung des „RY“ diesem Gedanken zuwiderläuft? Wenn dies in Kommentaren immer wieder betont wird, liegt das Problem offensichtlich irgendwo anders. Aber bestimmt nicht daran, ob jemand mit „RY“ oder „MG“ auf dem Kennzeichen durch die gemeinsame Stadt fährt. Überspitzt formuliert heißt dies: „MG“ hat uns nicht zusammengeführt, dann wird uns „RY“ auch nicht trennen.

Das Angebot soll freiwillig sein, niemand wird gezwungen – auch nicht aus Rheydt. Es schadet niemandem. Im Gegenteil, durch Wechselgebühren kann die Stadt Einnahmen erzielen und die technische Umsetzung ist auch kein Problem.

Informationen zu einer Studie zur Wiedereinführung von Altkennzeichen gibt es hier.

Antrag: Wiedereinführung des Altkennzeichens „RY“

Antragsteller: OV Giesenkirchen

Adressat: SPD-Ratsfraktion

Der Unterbezirksparteitag möge beschließen:

Der SPD-Unterbezirksparteitag setzt sich dafür ein, dass das sogenannte „ausgelaufene  Unterscheidungskennzeichen“ „RY“ wieder zugeteilt werden kann.

Die SPD-Ratsfraktion wird aufgefordert, sich gemeinsam mit dem Kooperationspartner im Rat der Stadt dafür einzusetzen, dass der Beschluss des Rates der Stadt Mönchengladbach vom 21. März 2012 rückgängig gemacht wird. Zukünftig sollen die Bürgerinnen und Bürger zwischen den zwischen den Unterscheidungszeichen „MG“ und „RY“ wählen können. Die Möglichkeit eines Wechsels von „MG“ zu „RY“ bei bereits angemeldeten Fahrzeugen soll ebenfalls – gegen Gebühr – eröffnet werden.

Begründung:

Bund und Länder haben im Jahr 2012 eine Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) vorgenommen, mit der ermöglicht wird, dass sogenannte ,,auslaufende „Unterscheidungszeichen wieder zu geteilt werden können.

Viele Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen Stadt Rheydt identifizieren sich mit der Stadt Mönchengladbach, wünschen sich aber „ihr“ altes Rheydter Kennzeichen zurück. Mit ihrem Wunsch stehen sie in Nordrhein-Westfalen nicht alleine: Zum Beispiel haben Bochum und Herne oder, in unserer direkten Nachbarschaft, der Kreis Heinsberg auslaufende Unterscheidungszeichen („WAT“; „WAN“ oder „ERK“) wieder eingeführt.

Laut der Ratsvorlage 2122/VIII vom 15. März 2012 ist die Wiedereinführung des Kennzeichens „RY“ im Ordnungsamt laut IT-Dienstleister und Softwarehersteller mit einem technisch überschaubaren Aufwand umsetzbar.

Eine weitere Begründung erfolgt bei Bedarf mündlich.

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