Stolpersteine erstrahlen in neuem Glanz

Mit einem Aufruf hatte Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners die Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbacher gebeten, die vom Künstler Gunther Demnig in der Stadt verlegten Stolpersteine zu reinigen, um die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft aufrechtzuerhalten. 
Seit dem Jahr 2007 bin ich Pate für einen der beiden Stolpersteine für das Ehepaar Johanna und Gustav Wallach auf der Konstantinstraße vor Hausnummer 118 (ehemalige Löwen-Apotheke). In der heutigen Zeit, wenige Tage nach dem schrecklichen Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Halle durch einen Rechtsextremen, ist es leider wieder notwendig, die Erinnerung aufzupolieren. Minderheiten, egal ob religiöse, ethnische oder sonstige, müssen bei uns in Deutschland sicher leben können. Gerade vor dem Hintergrund unserer eigenen Geschichte haben wir heute die Pflicht, das Wissen weiterzugeben, wozu Gewalt und Terror gegen Andersdenkende und Minderheiten führen können.
Insgesamt gibt es in Mönchengladbach 82 Stellen, an denen über 270 Stolpersteine verlegt sind. Am Eingangsbereich des Giesenkirchener Altenheims befindet sich ein weiterer Stolperstein, der Emma Struch gewidmet ist.